Stiftung erleben - Stifter ganz nah - C01-Stiftung

C01-Stiftung gegen Krebs

Stiftung gründen.

Der 13.09. ist ein besonderer Tag im Leben von Ralf Johannsen: An diesem Tag vor fünf Jahren erhielt er eine niederschmetternde Krebs-Diagnose, überstand aber alle Therapien und gründete mit seiner Frau Kerstin Johannsen auf den Tag genau im Jahre 2019 ihre eigene Stiftung zum Kampf gegen den Krebs.

Zweck

Ein Kampf gegen den Krebs
Die Stiftung haben sie C01-Stiftung genannt – angelehnt an die medizinische Fachbezeichnung C01 – die für einen bösartigen Tumor am Zungengrund steht. Mit ihrer Stiftung möchte das Ehepaar Johannsen künftig die Erforschung einer eher seltenen Krebsart vorantreibe

Es fehlt so einiges

Mangel im Gesundheitssystem beheben

Ralf Johannsen ist ein optimistisch und gleichzeitig realistisch wirkender Mann Mitte 50. Beruflich arbeitete er zunächst als Physiotherapeut in seiner eigenen Praxis in Eutin. Dann bildete er sich zum Heilpraktiker fort, um Krankheiten selbst diagnostizieren und Menschen ganzheitlich behandeln zu können. Als er sich vor fünf Jahren als Patient in Praxen, Krankenhäuser und Labore begeben musste, war er froh über die Möglichkeiten der modernen Medizin und die Arbeit der engagierten Ärzteschaft.

Zugleich erlebte er den allgegenwärtigen Mangel im Gesundheitssystem. "Es fehlt so einiges", so Ralf Johannsen. "An speziell geschultem Personal, das den Krebspatienten psychisch zur Seite steht, aber auch an fach- und sachgerechter Versorgung. Das erhöht den Leidensdruck der Patienten". Seine Frau Kerstin Johannsen nickt und ergänzt. "C01 ist eine Erkrankung die eher unbekannt ist und bei der die Überlebenschance der Patienten unverändert limitiert ist. Es ist sehr kostspielig zu erforschen, wie die verschiedenen C01-Formen auf unterschiedliche Therapien ansprechen. Es wird also Geld benötigt für Studien oder medizinische Geräte“.

Erforschung und Förderung

Als Stifter Dankbarkeit ausdrücken
Hier setzen die Stiftungsgründer an: Sie möchten C01 bekannter machen und die Erforschung nebenwirkungsärmerer und effizienterer Therapien sowie die Entwicklung notwendiger Biomarker voranbringen. Auch über die bestehende Möglichkeit der Schutzimpfung gegen das humane Papillomavirus, das für die C01-Erkrankung verantwortlich sein soll, möchten sie aufklären. "Wir sind aber auch sehr offen für die Förderung von Schulungsmaßnahmen des medizinischen Personals oder für die Errichtung von fachspezifischen Wissensdatenbanken", so Ralf Johannsen. "Psychologen behaupten, sicher zu Recht, dass ich als Überlebender ein schlechtes Gewissen gegenüber denjenigen haben könnte, die weniger Glück hatten als ich - so wie meine Mutter - die vor 30 Jahren an Krebs starb", so Johannsen weiter. "Richtig ist aber vor allem, dass ich durch die Stiftung die Möglichkeit habe, Danke zu sagen und dass ich meine Erfahrungen dafür nutzen kann, dies auch anderen Menschen zu ermöglichen."

Für weitere Informationen besuchen sie auch gern die Internetseite der C01-Stiftung


Fotorechte: Oliver Hardt