Ute und Manfred Blödorn-Stiftung

Ute und Manfred Blödorn-Stiftung

Tag der Archäologie und Preisverleihung.

Erstmals am Tag der Archäologie im Jahre 2009 wurde der "Archäologiepreis der Archäologischen Gesellschaft Schleswig-Holstein e. V." (AGSH) vor über 100 Zuhörern verliehen.

Mit diesem Preis würdigt die AGSH Jahr für Jahr eine herausragende Hausarbeit einer Studentin oder eines Studenten des mittleren Semesters. Die Signalwirkung, die von diesem Preis ausgeht, ist groß, zeigt er doch, dass auch unterhalb der Ebene akademischer Abschlussarbeiten wissenschaftlich gearbeitet wird. Zugleich schlägt der Preis auch eine Brücke zwischen der älteren Generation und dem Forschungsnachwuchs.

Der Preisträger

Den "Hamburger Tag der Archäologie" nahm in diesem Jahr auch der Hamburger Vorgeschichtsverein erstmalig zum Anlass: Der mit 500 Euro dotierte Archäologiepreis des Hamburger Vorgeschichtsvereins - gestiftet von der Ute und Manfred Blödorn-Stiftung - wurde am 27. November von Ehrenmitglied Manfred Blödorn vergeben.

Dabei stellten die Institute für Klassische Archäologie und Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie des Hamburger Vorgeschichtsvereins eine Vielzahl ihrer aktuellen Projekte vor. Ausgezeichnet wurde die beste Abschlussarbeit des Instituts für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Hamburg. Diesjähriger Preisträger ist Fabian Speier, der im Rahmen seiner Abschlussarbeit Tierknochen eines Ufermarktes bei Elsfleth, Lkr. Wesermarsch untersuchte.

Die Förderung

Das Deutschlandstipendium

Doch mit dem Preis endet das Engagement der Ute und Manfred Blödorn-Stiftung noch lange nicht: Manfred Blödorn stellt über seine Stiftung auch großzügig die Geldmittel für ein Stipendium bereit: Seit 2017 beteiligt sich die AGSH auch an der Finanzierung von ein bis zwei sogenannten Deutschlandstipendien. Und diese Arbeit der AGSH wird durch das Engagement der Ute und Manfred Blödorn-Stiftung gefördert.

Ein Stipendium läuft jeweils ein Jahr und wird monatlich mit 300 Euro, jeweils zur Hälfte von der AGSH und dem Bund finanziert. Auf diese Weise soll – auch ganz im Sinne der Ute und Manfred Blödorn Stiftung der archäologische Nachwuchs gefördert werden. Doch das  Stipendium und somit auch der Stiftungszweck, stehen für weitaus mehr: Sie setzen ein  Zeichen dafür, wie sich auf wunderbare Weise ein berufliches, akademisches und  ehrenamtliches Engagement ergänzen können zu einem großen Ganzen.

Dank der Förderung der Ute und Manfred Blödorn-Stiftung wird auch in den nächsten Jahren mit naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Methoden die kulturelle Entwicklung der Menschheit in Norddeutschland erforscht werden können und junge Nachwuchskräfte der Archäologie in ihrer wissenschaftlichen Disziplin gefördert.


"Anhand der Tierknochen konnte ich nicht nur herausfinden, was vor etwa 2000 Jahren hier gegessen wurde, sondern auch dabei helfen, die Landschaft und das Klima dieser Zeit zu rekonstruieren. Interessant war besonders die Frage, ob man anhand der Tierknochen den Handelsplatz-Charakter nachvollziehen kann. Der in der feuchten Flussmarsch gelegene Platz wies auch tatsächlich Tierarten auf, die eher die trockene Geest als Lebensraum bevorzugen oder im Meer heimisch sind, wie kleine Wale oder Dorsche. Also kann durch Tierknochen in der Tat ein überregionaler Austausch nachvollzogen werden. Mich persönlich hat diese Arbeit weiter motiviert, mich mit der sog. Archäozoologie weiterhin zu befassen. Ich bin äußerst dankbar für die Anerkennung meiner Arbeit, sowohl seitens der Ute und Manfred Blödorn-Stiftung, des Instituts für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Uni Hamburg als auch durch den Hamburger Vorgeschichtsverein.", so Fabian Speier über seine Arbeit.


 Foto © Hamburger Vorgeschichtsverein e.V.